Mit Allergien leben

– so gelingt’s besser! 

Lange herbeigesehnt, nun ist er endlich da: der Frühling mit seiner blühenden Pracht. Das allerdings ist nicht für jeden ein Grund zur Freude, denn mit der Blütezeit beginnt die Pollensaison. So mancher quält sich mit roten Augen und triefender Nase durch diese Jahreszeit. Dabei ist Heuschnupfen keineswegs harmlos. Im ungünstigsten Fall kann er sich auch zu allergischem Asthma auswachsen.  

Nicht nur saisonale Allergien, sondern auch Fälle von ganzjährigen Überreaktionen des Immunsystems auf eigentlich völlig harmlose Substanzen haben in den letzten Jahren statistisch zugelegt. Und das betrifft nicht nur die Atemwege. Leibgerichte müssen vom Speisezettel gestrichen werden, Haustier-Allergien sorgen für gestörte Familienverhältnisse, immer mehr Chemikalien, Umweltschadstoffe und selbst das Sonnenlicht machen unserer Haut schwer zu schaffen.  

Grund genug, das Thema näher zu beleuchten: Was hat es mit Allergien auf sich, wie entstehen sie, wie lassen sich Auslöser identifizieren und was verschafft Linderung? Diesen Fragen und vielem mehr widmet sich unsere aktuelle Frühjahrskampagne. 

 

4 Fakten zum Thema Allergien

Mit Allergien leben

– so gelingt’s besser! 

 

Hör mal, wer da triggert! 

Allergieauslösende Substanzen gibt es wie Sand am Meer – das macht die Suche nach dem Übeltäter im Einzelfall so knifflig. Reizauslöser können sich in ganz alltäglichen Dingen finden. Hier findest einen Überblick über die einschlägigen Allergie-Arten, ihre Hauptursachen, typische Symptome und was du dagegen tun kannst.  

 

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Manche empfinden es als eine echte Herausforderung, sich auf das Leben als Allergiker einzustellen. Aber das muss auch kein Hexenwerk sein. Hier erfährst du, wie du im Alltag möglichst relaxt mit deiner Erkrankung umgehst, auslösende Reizfaktoren vermeidest und Beschwerden linderst.  

 


Pollen aus dem Weg gehen

Wer unter Heuschnupfen leidet, sollte „seine“ Pollen kennen. Mit Blick auf den Pollenflugkalender kannst du deine Aktivitäten in der kritischen Zeit gezielt anpassen. Aufenthalte im Freien verlegst du am besten in die Morgen- oder Abendstunden, wenn die kleinen Flugobjekte noch nicht so aktiv sind. Etwas Vaseline rund um die Nase sorgt dafür, dass die Pollen daran hängenbleiben und nicht in die Nasenlöcher gelangen. Eine Schutzbrille schont außerdem die Augen. An windigen Tagen bleibst du möglichst drinnen – kann ja auch mal ganz gemütlich sein …  

 

Nasendusche verwenden 

Abschwellende Nasentropfen und -sprays, wie man sie häufig bei Erkältungen anwendet, sind für Allergiker eher ungeeignet. Wenn du solche Präparate länger als eine Woche benutzt, trocknen die Schleimhäute aus, entzünden sich und verschlimmern deine allergischen Reaktionen nur. Besser hilft die klassische Nasendusche. Mit einer Kochsalzlösung reinigst du die Schleimhäute und spülst die lästigen Pollen einfach weg. So oft du magst. Wirkungsgrad: hoch. Kosten: minimal. Risiken und Nebenwirkungen: null. 

 

Hygiene im Haushalt: erst saugen, dann wischen 

Vor dem Wischen solltest du den Staubsauger einsetzen – am besten ein Modell mit HEPA- oder Wasserfilter, damit die eingesaugten Allergene nicht mit der Geräte-Abluft wieder im Raum verteilt werden. Als Outfit empfehlen sich Schutzhandschuhe und der gute alte Kittel – der kommt danach direkt in die Waschmaschine. Außerdem: Flüssigreiniger sind besser als Sprays oder Pulver – denn Letztere verteilen die Partikel so fein, dass du sie unweigerlich einatmest. Beim Putzen sollten Allergiker aber nicht übertreiben und Desinfektionsmittel nur sparsam einsetzen. 

 

Allergie-Tagebuch führen 

Mit einem Allergie-Tagebuch kannst du mögliche Auslöser besser eingrenzen und erkennen. Du notierst je nach Art der Allergie deinen jeweiligen Aufenthaltsort, Wetterbedingungen, Essgewohnheiten, besondere Belastungen, an welchen Körperstellen welche Beschwerden auftreten und ihre Intensität. Daran lassen sich Muster gut erkennen und alltägliche Verhaltensweisen entsprechend ändern. Auch dein Arzt wird sich über die regelmäßigen Informationen freuen und kann die Therapie gezielt anpassen.  

 

Pflegeprodukte und Kosmetika: Inhaltsstoffe prüfen

Bei einer Kontaktallergie gilt besonderes Augenmerk den Produkten, die du an deine Haut lässt: Enthalten sie Inhaltsstoffe, auf die du allergisch reagierst? Bei Lotionen, Duschgel & Co. solltest du konservierungsmittel- und duftstofffreie Produkte wählen. Aufgemerkt: Auch Naturkosmetika können Allergien auslösen! Wenn du eine neue Creme ausprobieren möchtest: Teste sie erst einmal an einer unauffälligen Stelle, zum Beispiel auf der Innenseite des Unterarms, bevor du sie später großflächig einsetzt.    

 

Der kritische Blick auf den Teller 

Für Nahrungsmittelallergiker hat die Vermeidung des Allergens oberste Priorität. Deshalb ist es wichtig, dass du dein soziales Umfeld über die Krankheit informierst. Dann können Freunde und Bekannte darauf Rücksicht nehmen, wenn eine Einladung zum geselligen Abendessen ansteht, und die entsprechende Zutat einfach weglassen. Bei Restaurantbesuchen klappt das eher nicht – hier kannst du notfalls vorbeugend ein Anti-Histaminikum einnehmen, um eine allergische Reaktion auf ein verstecktes Nahrungsmittel zu vermeiden oder zumindest abzuschwächen.