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Langsame Wundheilung

Erkältungsrisiko

Stärkere Abwehr

Zu viel Stress

Langsamere Wundheilung bei Stress

Wissenschaftler des Forschungsgebietes der Psychoneuroimmunologie haben herausgefunden, dass Gefühle eine Schlüsselrolle im Immunsystem spielen. 24% länger dauert die Wundheilung, wenn du gestresst bist.

 

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Langsame Wundheilung bei Stress

Die Psychoneuroimmunologie untersucht das Zusammenspiel von Psyche, Gehirn und Immunsystem. Dieses relativ neue Forschungsgebiet hat schon so einige interessante Studienergebnisse zu bieten. Zwar war es bereits in der Antike bekannt, dass Körper, Geist und Seele in einem komplexen Zusammenhang funktionieren und sich gegenseitig beeinflussen. Doch erst in den vergangenen 25 Jahren wurde der Einfluss von Gefühlen und Gedanken auf den Körper und vor allem auf unser Immunsystem genauer untersucht. So fanden Forscher heraus, dass die Wundheilung bei chronisch gestressten Personen bis zu 24% mehr Zeit beansprucht als bei denjenigen, die keinem Stress ausgesetzt sind. Das Immunsystem ist an vorderster Front beteiligt, wenn der Körper gegen unerwünschte Eindringlinge geschützt werden soll – und funktioniert so auch an unser Haut-Umweltgrenze als eine Art Türsteher. Doch nicht nur chronischer Stress verursacht einen deutlich langsameren Heilungsprozess: Auch bei Studenten, die sich nur kurzzeitig im Prüfungsstress befinden, heilen Wunden bis zu 40% langsamer als in den Ferien.

Positive psychische Einflüsse hingegen, wie Freude, Zuversicht und gute Beziehungen aktivieren den Schutz vor Krankheitserregern und hemmen Entzündungen. Außerdem helfen uns positive Emotionen, in stressigen Situationen stabil zu bleiben. Somit sind sie ein wichtiger Schutzschild und unterstützen unser Immunsystem. Denn dieses steht in ständiger Wechselwirkung mit unserem Verhalten, Gefühlen und auch Gedanken.

Höheres Erkältungsrisiko bei Depressionen

Niedergeschlagen, lustlos, ausgelaugt – Menschen, die an Depressionen leiden, haben schwer zu tragen. Nun haben Forscher einer Studie herausgefunden, dass nicht nur die Psyche leidet. Auch der Körper wird in Mitleidenschaft gezogen. Denn Menschen mit Depressionen leiden zusätzlich an einer bis zu 35% höheren Infektanfälligkeit.

Eine Erkältung nervt und kostet Kraft – und das bis zu 4 Mal im Jahr! Ein Mal pro Saison erwischt es die meisten im Durchschnitt von uns. Schnupfen, Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit drücken auch auf die Stimmung. Ein Teufelskreis, denn: Schlecht drauf sein macht krank und eine Erkältung an sich schlägt wiederum aufs Gemüt. Dennoch ist es wichtig, sich bei einer Erkältung nicht zu sehr stressen zu lassen. Denn schon das bloße Nachdenken über unschöne Ereignisse schwächt offenbar die Abwehr. Dies zeigten die Ergebnisse einer anderen großen Studie. Der Psychoneuroimmunologe Sheldon Cohen beschäftigt sich seit rund 30 Jahren mit den Auswirkungen von psychischen Faktoren auf die Häufigkeit von Erkältungen. Die Probanden der Studie sollten zunächst über belastende Lebensereignisse wie Scheidung, Verlust oder Pflege eines Familienangehörigen berichten. Danach träufelten ihnen die Forscher Grippeviren in die Nase. Das Ergebnis war eindeutig: während bei den besonders gestressten Probanden über die Hälfte eine Erkältung entwickelten, waren es bei den entspannten nur eine sehr kleine Anzahl an Erkrankten.  

Optimismus steigert die Immunabwehr

Es besteht ein Zusammenhang zwischen einem starken Abwehrsystem und einer optimistischen Lebenseinstellung. Und er ist positiv. Dies konnte nun erstmals eine Studie klar belegen. Die Forscher der Universität von Kentucky untersuchten 124 Jurastudenten über einen Zeitraum von sechs Monaten. Die Studenten wurden an verschiedenen Terminen hinsichtlich ihrer Zuversichtlichkeit befragt, zusätzlich wurden Blutproben entnommen. Das verblüffende Ergebnis: Immer dann, wenn sich die Probanden besonders optimistisch fühlten, reagierte ihr Immunsystem besonders stark. Bei denen als pessimistisch eingestuften Studenten hingegen blieben die Abwehrkräfte eher schwach.

Demzufolge ist eine positive Grundeinstellung nicht nur gut für unsere Laune – sondern auch für unsere Gesundheit. Und heute wichtiger denn je! Denn laut einer repräsentativen Umfrage der Allensbach-Stiftung sieht ein Großteil der Bevölkerung momentan eher schwarz für die Zukunft: nur noch 24% der Befragten geben sich optimistisch. Die Forscher der Universität von Kentucky raten dazu, neben allen Belastungen den Blick auf das Positive zu richten – nicht nur um die eigene Zufriedenheit zu steigern, sondern auch die Gesundheit!

Ein Drittel erkrankt durch Stress

Stress lass nach! Inzwischen haben zahlreiche Studien belegt, dass Stress uns die Gesundheit raubt. Immer mehr Menschen spüren die Konsequenzen der Dauerbelastung – 33% der Befragten einer Bertelsmann-Studie gaben bereits an, dauerhaft an einer stressbedingten Erkrankung zu leiden.

Stress ist heutzutage ein Massenphänomen. Unser Alltag verlangt uns eine Menge ab. Wir hetzen von stressigen Meetings in eine kurze Mittagspause und dann wieder an den vollen Schreibtisch zurück. Dabei ist Stress kein Phänomen der Moderne. Stressfaktoren wandeln sich so wie die Gesellschaft auch. Wo früher Kälte, Hunger oder Verletzungen eine große Rolle spielten, sind es in der heutigen Gesellschaft vor allem psycho-soziale Ursachen wie Leistungs- und Termindruck, die uns zu schaffen machen.

Diese dauerhafte innere Anspannung führt zu einer Vielzahl an ernsten körperlichen Erkrankungen: unter ihnen Tinnitus, Magen-, Herz-, und Kreislaufprobleme sowie Rückenschmerzen. Nicht zuletzt greift Dauerstress auch unser Immunsystem an – und macht uns anfälliger für Infekte. Denn wer im Dauerstress steckt, läuft Gefahr sein vegetatives Nervensystem aus dem Gleichgewicht zu bringen. Der Körper befindet sich dann in ständiger Alarmbereitschaft. Das führt zu einer erhöhten Produktion des Stresshormons Cortisol, welches zur Schwächung unserer Immunzellen beiträgt.

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