Schwimmtipps gegen die Informationsflut

Ob auf der Arbeit oder zu Hause: Überall werden wir mit Informationen überschüttet. Freiwillig und unfreiwillig. Stellt sich die grundsätzliche Frage: Tut dieser endlose Bilder- und Informationsstrom uns eigentlich gut?

Wir leben im Informationszeitalter. Nicht nur im Beruf nimmt die Menge an Informationen, die wir aufnehmen und verarbeiten, auf die wir reagieren müssen, ständig zu. Auch im Privatleben verbringen wir einen großen Teil unsere Zeit vor und mit Medien. Wir surfen, suchen, lesen, senden, chatten, posten, bloggen. So nützlich und hilfreich es ist, dass Informationen heute rund um die Uhr verfügbar sind und wir uns über viele Kanäle austauschen können, kann die Menge an Informationen und visuellen Eindrücke erdrücken. Denn die Kapazität unserer Aufmerksamkeit zur Informationsverarbeitung ist begrenzt. Ab einem gewissen Punkt stößt jeder Mensch an seine Belastungsgrenzen.

Etwa sieben Stunden verbringen Menschen in Deutschland täglich mit Mediennutzung. Alle zwölf Minuten aktiviert ein Durchschnitts-Nutzer sein Smartphone.

 

Digitaler Stress

Wie merkt man, dass es zu viel ist? Erst seit kurzem existieren wissenschaftliche Untersuchungen zu digitalem Stress. Die Flut an Informationen und visuellen Eindrücke ist demnach nicht frei von Risiken und Nebenwirkungen. Sie beeinflusst vor allem die Psyche, die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit. Die Forscher haben Zusammenhänge zwischen hohem Medienkonsum und gesundheitlichen Beschwerden wie Unruhe und Nervosität, Schlafprobleme, Konzentrationsschwäche und Hyperaktivität festgestellt.

Belegt ist, dass die kollektive Aufmerksamkeitsspanne in den letzten Jahren stark gesunken ist. Lag sie 2004 noch bei drei Minuten, sind es heute etwa 45 Sekunden. Viele Menschen beobachten an sich selbst, dass ihre Fähigkeit zur Konzentration, zur Reflektion, zum tieferen „Eintauchen“ in eine Sache abnimmt. Wir werden ungeduldiger, haben eine geringere Frustrationstoleranz und eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne, was wiederum die Konzentration, Lern- und Merkfähigkeit beeinträchtigt.

 

Erholungsphasen fürs Gehirn

Unser Gehirn kann nicht permanent zur Hochform auflaufen. Es braucht zwischendurch Pausen, Leerlauf- und Erholungszeiten, um alle Eindrücke und Informationen zu verarbeiten. Auch Emotionen werden besser reguliert, denn nur wenn die äußere Welt still ist, bekommen wir Zugang zu unseren Gefühlen. Das wiederum ist wichtig, um Kraft zu tanken, Lösungen für Probleme zu finden oder Krisen zu bewältigen.

 

Für sich selbst Regeln aufstellen

Feste Routinen und freiwillige Selbstbeschränkungen können helfen, um in der Nachrichtenflut nicht unterzugehen. Konzentriere dich zum Beispiel auf ausgewählte Nachrichtenseiten und checke sie auch nur zu bestimmten Zeiten am Tag. Bestelle irrelevante Newsletter ab. Du musst auch nicht in jeder WhatsApp-Gruppe aktiv sein. Lese öfter mal ein Buch. Das ist sehr, sehr gut fürs Gehirn.

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Am 15.03.2021
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