Erste Hilfe bei Insektenstichen

Was gegen die blutsaugenden, stechenden oder beißenden Insekten hilft, erfährst du hier.

Ein lauer Sommerabend, perfekt für ein gemütliches Beisammensein auf der Veranda. Doch plötzlich erklingt ein leises „Zzzzzzz“, gefolgt von diesem unerträglichen Jucken. Das kann einem schon den Spaß vermiesen. Genauso wie das Summen und Schwirren an der gedeckten Kaffeetafel im Garten oder wenn die Stille der Nacht durchbrochen wird von einem sich nähernden „Zzzzzz-Geräusch“. So schön die warme Jahreszeit ist, bringt sie doch immer eine Menge Plagegeister mit sich. Die Hiobsbotschaft gleich vorweg: Einen 100-prozentigen Schutz gegen die Blutsauger gibt es nicht. Es sei denn, man verbarrikadiert sich zur schönsten Zeit des Jahres im Haus. Und wer möchte das schon? 

 

Vorbeugung von Insektenstichen 

Allerdings kann man einige vorbeugende Schutz-Maßnahmen treffen, um das Risiko für Insektenstiche möglichst gering zu halten.   Das oben beschriebene Szenario der gedeckten Kaffeetafel ist natürlich ein einziger Lockruf für Wespen. Bei solchen Anlässen sollte man sehr genau schauen, was so herumschwirrt und sich möglicherweise auf dem Kuchenstück niederlässt, das man sich gerade in den Mund schieben möchte. Außerdem gilt: Nicht nur vor, auch nach dem Essen Hände waschen! Besonders bei Kindern sollte man auf saubere Finger und Münder achten, um Stiche zu vermeiden. 

  • Achtsamkeit ist vor allem beim Trinken im Freien erforderlich. Denn hier kann man schnell in Lebensgefahr geraten, hat sich eine Wespe beispielsweise in eine Flasche oder eine Getränkedose verirrt. Auch Gläser bitte unbedingt abdecken, wenn man nicht daraus trinkt. Tipp: Bohr ein Loch durch einen Bierdeckel oder den Deckel eines Einmachglases und steck einen Strohhalm hindurch, so sind Getränk und Trinkender perfekt geschützt. 
     
  • Bitte keine hektischen Bewegungen, wenn sich dir ein stechendes Insekt nähert. Das Herumfuchteln mit Armen und Händen macht die Tierchen erst recht aggressiv, weil sie sich bedroht fühlen.
     
  • Barfußlaufen stellt in puncto Insektenstiche eine weitere Gefahrenquelle dar. Achte bitte besonders gut darauf, wohin Sie treten.
     
  • Fenster und Terrassentüren können durch Insektenschutznetze abgesichert werden. Möchtest du lieber ohne Netz lüften, lass währenddessen abends das Licht ausgeschaltet. 
     
  • Anti-Mücken-Kerzen kennt fast jeder. Das Aufstellen derselben ist durchaus sinnvoll. Alternativ kann man mit ätherischen Ölen denselben Effekt erzielen.  Besonders wirksam dabei sind Citronella, Lemon-Eukalyptus, Zimt, Rosmarin, Zitronengras, Zeder, Pfefferminze oder Nelke.
     

Erste Hilfe nach dem Insektenstich 

Wenn es trotz allen Vorsichtsmaßnahmen doch passiert und die Haut leicht gerötet, eventuell geschwollen ist und schmerzt oder juckt, gilt es schnelle Hilfe walten zu lassen.

  • Ein kühler feuchter Umschlag hilft bei Insektenstichen prima. Er wirkt schmerzlindernd und sorgt dafür, dass die Stelle nicht so heftig anschwillt.
     
  • Eine ähnliche Wirkung bietet ein Kühlakku. Die Kälte reduziert den Juckreiz, wirkt abschwellend und mindert die Gefahr einer Entzündung.
     
  • Halbier eine Zwiebel und leg die Hälfte mit der Schnittfläche nach unten ca. 10 Minuten auf den Stich. Dieses Hausmittel mindert den Juckreiz und wirkt desinfizierend zugleich.
     
  • Das Gel der Aloe Vera-Pflanze hilft ebenfalls sehr gut bei Insektenstichen. Es wirkt desinfizierend, lindert den Schmerz sowie Juckreiz und hilft beim Heilen.
     
  • Die Blätter des Spitzwegerichs wachsen in den Sommermonaten fast überall. Sie sind ein echtes Erste-Hilfe-Mittel gegen Insektenstiche. Das zerriebene Kraut sorgt dafür, dass der Schmerz nachlässt und unterstützt die Abheilung von Entzündungen.
     
  • Auf Teebaumöl kann ebenfalls zurückgegriffen werden. Es wirkt kühlend und desinfizierend
     

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